Englisch

Der Sprache Englisch kommt in unserer globalisierten Welt eine stetig wachsende Bedeutung zu. Als Lingua franca kommt es insbesondere auf die Verständigung mit anderen Menschen an, es geht darum den Austausch zwischen Menschen verschiedener Länder und Kulturen zu ermöglichen.  So stehen im Englischunterricht, als erste Fremdsprache ab Klasse 5, die Förderung der kommunikativen Kompetenz und der interkulturellen Kompetenz im Vordergrund. 

 

Zu dem Erwerb der kommunikativen Kompetenz gehören im englischsprachigen Unterricht fünf Bereiche, diese umfassen das Leseverstehen, Hörverstehen (auch Hörsehverstehen), Sprechen, Schreiben und die Sprachmittlung. Die Anforderungen und Kompetenzerwartungen steigern sich altersgemäß und jahrgangsstufenabhängig, so wird eine Weiterentwicklung der Kompetenz sowohl im Unterricht als auch in den entsprechenden Prüfungen nachgewiesen.

 

Leseverstehen: Texte eigenständig erschließen zu können und ihre Aussagen einordnen zu können ist für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler wichtig. Verschiedene Textformate begleiten uns ein Leben lang und durch die internationale Verflechtung werden wir auch mit englischsprachigen Texten konfrontiert, insbesondere in Bereichen der Wissenschaft und Forschung. Den gezielten Umgang mit Texten und das Entwickeln von Lesestrategien werden im Englischunterricht erlernt.

 

Hörverstehen: Das gezielte Zuhören ist bei dieser Kompetenz entscheidend. Hierzu zählt auch das Hörsehverstehen, so umfasst dieser Bereich das Entnehmen von Informationen aus Audiomaterial, Kurzvideos und Filmen. Medien sollen als Informationsquelle genutzt werden und es werden Strategien eingeübt mit diesen Hörtexten umzugehen.

 

Schreiben:  Nach wie vor ist die Schriftsprache von großer Relevanz. Die
Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Textformate kennen und erlernen angemessene Formen des Ausdrucks. Auch neuere Formate wie das Schreiben eines Blogs und kreative Schreibanlässe finden hier ihren Platz. Zum einen geht es darum, Informationen zu verarbeiten und in erzählender, berichtender oder zusammenfassender Form darzustellen, aber ebenso sollen die Schülerinnen und Schüler ihrer eigenen Meinung Ausdruck verleihen können.

 

Sprechen: Eine Sprache will gesprochen werden, davon lebt der Unterricht und hier finden sich für die Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eigene Beiträge zu formulieren, sich an Gesprächen zu beteiligen und die Zielsprache in Referaten anzuwenden. Durch die steigende Bedeutung der Kompetenz des Sprechens finden in den Jahrgangsstufen 9, EF und Q1 mündliche Prüfungen statt. Diese werden in Kleingruppen durchgeführt, sodass es zum einen um die Fähigkeit des zusammenhängenden Sprechens in Form eines Kurzvortrags sowie um die Teilnahme an Gesprächen in Form einer Diskussion geht.

 

Sprachmittlung: Dieses Format bereitet auf interkulturelle Begegnungssituationen vor, indem mündliche und schriftliche Äußerungen und Texte in der jeweils anderen Sprache wiedergeben werden. Bei einem englischsprachigen Text werden je nach Aufgabenstellung Kernaussagen oder gezielte Informationen in deutscher Sprache wiedergegeben. Die Ausgangssprache kann auch Deutsch sein, sodass die Sprachmittlung die englische Sprache erfordert. Es geht nicht um eine wörtliche Übersetzung, sondern um die Bewältigung von interkulturellen Begegnungen und einem Informationsaustausch.

 

Diese funktionalen Kommunikationsformen werden in einen kulturellen Rahmen eingebettet bei dem der Aufbau eines Orientierungswissens zu ausgewählten Bereichen der englischsprachigen Lebenswelten erzielt wird. Die interkulturelle Kompetenz umfasst Bezüge zwischen der fremden und eigenen Kultur sollen hergestellt werden, dies umfasst Aspekte wie die persönliche Lebensgestaltung, das schulische Leben, die Berufsorientierung und politische Systeme. Werte, Haltungen und Normen sollen erfasst und in Bezug zur eigenen Wertorientierung gesetzt werden.  Dieses Orientierungswissen verhilft Schülerinnen und Schüler kulturelle Begegnungssituationen zu bewältigen und mögliche Missverständnisse zu antizipieren.

 

Diese Begegnungssituationen werden insbesondere während der Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 7 praktisch umgesetzt. Die Fahrt nach England hat sich in unserem Fahrtenprogramm etabliert und da die Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer in Kleingruppen in Gastfamilien untergebracht werden, ist diese Fahrt ein kulturelles Erlebnis. Die direkte Anwendung der englischen Sprache in einem authentischen Kontext erweist einen positiven Einfluss auf die Motivation eine Sprache zu erlernen.

 

Neben der Förderung der kommunikativen und der kulturellen Kompetenz kommt es im Englischunterricht auch auf die Verfügbarkeit sprachlicher Mittel an. Der Erwerb der sprachlichen Korrektheit wird unter dem Aspekt der Verständlichkeit gesehen, das oberste Ziel ist, dass eine Kommunikation aufrechterhalten werden kann. Um dies zu gewährleisten, sind eine angemessene Aussprache, Intonation, Orthographie, Grammatik und adäquater Wortschatz notwendig.

 

Das Entwickeln von Strategien zur Bewältigung der Aufgaben im Bereich der kommunikativen Kompetenz ist dem Aufbau einer methodischen Kompetenz zuzuordnen. Der stetige Aufbau und die Weiterentwicklung von Lern- und Arbeitstechniken fördern das selbstständige und kooperative Lernen.

 

Im Rahmen der individuellen Förderung ist das Fach Englisch an dem Konzept der Ergänzungsstunden angeschlossen, sodass alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrem Lernstand gefördert und gefordert werden. Auch im Unterricht wird methodisch auf die Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler reagiert. Diagnostische Mittel, wie beispielsweise die Lernstandserhebung in Klasse 8, ermöglichen einen Einblick in die Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler. Durch die Auseinandersetzung mit Diagnoseinstrumenten und dem Ausbau der Binnendifferenzierung, entwickelt sich der Englischunterricht im kollegialen Austausch stetig weiter.


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